Von
Kopfbällen, Wunderheilungen und guten Verlierern
KTG-Sportfest,
Juni 2010. Willst du uns ganz oben sehen, musst du die Tabelle
drehen. So oder ähnlich könnte man das offizielle Ergebnis
des diesjährigen Volleyballturnieres der 9. Klassen für
unsere Klasse beschreiben. Nicht annähernd aber kann die Tabelle
wiedergeben, was sich vor, neben und während des Turniers in der
Klasse ereignete.
Vorweg: Alle Schüler waren
anwesend; manche nur im festen Wissen, dass es
besser sei nur zuzusehen, das erhöhe nämlich die Chancen auf
ein, zwei gelungene Ballwechsel. Ein Schüler hatte sich tapfer
humpelnd zur Halle geschleppt, um wenigstens seinen Klassenkameraden
Mut zusprechen zu können. Schülerin B.
musste sich bereits vor Beginn des Turnieres wieder abholen lassen,
weil ihr Kreislauf versagte, N. hatte Sorge, sie lege sich gleich dazu,
weil sie so starke Halsschmerzen hatte, wollte aber ihre Mannschaft
nicht im Stich lassen. Obwohl sich bereits in den ersten Spielen
herausstellte, dass die Tagesform bei beiden Mannschaften nicht
ausreichen würde, den anderen Gruppen Angst einjagen zu
können, war die Stimmung prima.
Zunächst also sollten die Schüler in festen Gruppen spielen,
schnell aber wurde auch auf die anderen das Lustvirus übertragen;
alle wollten plötzlich unbedingt dabei sein. Bei B., bis dahin
stark humpelnd, trat eine plötzliche Wunderheilung ein – er fragte
von nun an viertelstündlich, ob er auf das Spielfeld gehen
könne. A. wollte nun auch eingewechselt werden, C. schlug vor,
ständig auszuwechseln, P. verstand das falsch, dachte, man wolle
ihn nicht mehr dabei haben, S. soll gesagt haben, man spiele sowieso
ohne P. besser, was aber N. ganz anders verstanden hatte…Puh! Neben den
kurzen Gesprächen zur Klärung der Missverständnisse, des
Suchens nach einer medizinischen Erklärung für die
Spontanheilung und Diskussionen um Entscheidungen der
Schiedsrichter über den sehr beliebten Einsatz des Kopfballes
liefen die Spielrunden weiter.
Irgendwie aber, und das war das Erstaunliche, blieb die Stimmung
hervorragend und die Lust am Spielen überwog trotz der immer
länger werdenden Liste an Spielverlusten. Am Ende
schließlich klatschte man sich bei gelungenen Spielzügen
Beifall, klopfte man sich gegenseitig auf die Schultern und versprach
sich, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein und es besser zu
machen. Die Laune war gut, man verabredete sich für den
Nachmittag, nahm mit einem selbstbewussten Lächeln die Urkunden
der Letztplatzierten entgegen und verließ als Team die Halle.
Dafür noch einmal einen großen Applaus!
Beispiel: icq-Startseite im
Mozilla mit KTG-Menüleiste
KTG, 01.04.2010. Er
ist inzwischen der beliebteste aller Web-Browser: der Mozilla-Firefox.
Sicherer und stylischer als der Internet Explorer von Microsoft war er
immer schon. Jetzt haben sich die
Mozilla-Macher etwas Neues ausgedacht, um ihren Browser noch
attraktiver zu machen: sog. "Personas".
Damit kann man die Menü-Leiste des Mozilla nach eigenen
Vorstellungen
und Vorlieben gestalten, d.h. z.B. mit eigenen
Farben oder Logos.
Natürlich ist die KTG sofort mit am Start und bietet ein eigenes
Persona an. Damit könnt Ihr Eurem Mozilla einen stylischen KTG-Look
verpassen, sodass Ihr auch in den Ferien, ja sogar noch Jahrzehnte nach
Eurer KTG-Zeit täglich an die bedeutendste aller Krefelder Schulen
erinnert werdet. Die Menü-Leiste des Mozilla sieht dann so
aus:
Wie das funktioniert?
Schritt 1:
Ganz einfach - Ihr müsst als erstes folgende Mozilla-Seite
aufmachen:
Schritt 2:
Anschließend gebt Ihr auf der Seite im Eingabefeld (siehe Bild unten)
ktg kurt
ein.
Schritt 3:
Auf der Seite, die sich dann öffnet, seht Ihr (in klein...) das KTG-Persona. Bewegt Eure Maus
über das Bild und klickt auf "Wear it" (siehe Bild unten...).
Und schon habt Ihr den KTG-Look in Eurem Mozilla-Browser...
KTG,25.03.2010.
5 Kilo pures Gold, ein Glanz, so strahlend wie die
Frühlingssonne. Unter Krefelder Schülermannschaften ist er so
begehrt wie der Champions League Pokal: Die Trophäe des SPARDA-CUP. 2010 stand das
bedeutendste Krefelder Fußball-Turnier ganz im Zeichen der KTG.
Gleich zwei Mannschaften schafften es auf's Treppchen - ein
einzigartiger Triumph der KTG-Jungs und -Mädels. Bei den Jungs
wurde ja eine Platzierung unter den besten Fünf erwartet; bei den
Mädels ist es eine echte Sensation: nach einer nur durch Glückstreffer
überstandenen Vorrunde spielten sie in der Finalrunde das Spiel
ihres Lebens und landeten völlig verdient auf Platz drei. Die Jungs
präsentierten sich von Beginn an als Turnierfavoriten, auch wenn in der
Endrunde zwei unglückliche Niederlagen gegen das Moltke und
Ricarda Huch zu beklagen waren. Im Spiel um Platz drei ließen sie
den Moltke-Jungs dann nicht den Hauch einer Chance. Welch ein Symbol: Tucholsky schlägt Moltke -
Pazifist triumphiert über Generalstabs-Chef...
Timon (6d)
fährt nach Essen zur Pommes-Meisterschaft!
KTG, 18.03.2010.
Eine neue Extremsportart erobert Deutschland: Das Pommes-Wettessen. Wie
alle Modetrends kommt auch diese abgefahrene Sportart aus den USA. Die
Regeln sind denkbar einfach: Um in diesem Sport zu gewinnen, muss man
in zehn Minuten soviele Pommes in sich hinein stopfen wie möglich.
Der amtierende US-Champion, William "Fat Man" Jackson (Foto unten),
bringt es auf unfassbare 8 Kilo-
in zehn
Minuten!
An der KTG wächst ein Supertalent heran, das "Fat Man" Jackson
eines Tages
schlagen könnte: Timon "Master
of Pommes" L. aus dem 6. Jahrgang.
Timon nimmt im Sommer an der Deutschen Junioren-Meisterschaft der
Pommes-Wettesser in Essen teil. Dort begegnen sich die Sieger der Ausscheidungs-Wettkämpfe, die
seit vergangenem August in allen Bundesländern durchgeführt
wurden. Timon ist in seiner Altersklasse der 10-14-Jährigen in NRW
bislang ungeschlagen.
Sein größter Konkurrent dürfte
Hansi Niedermeier (Foto unten) aus Ingolstadt in Bayern sein. Hansi hat
bereits mit 11 Jahren einen Sponsor (eine Hamburger-Kette), was ihm einen gewissen
Trainingsvorteil verschafft: Hansi kann nämlich bei Mäkkes so oft Pommes essen wie
er will.
Timon hat zwar noch keinen Sponsor, bleibt aber trotzdem gelassen. Im
Interview mit KTGInfo sagte er:: "Ich bin ganz
froh, dass ich nicht gesponsort werde. Meine Trainingseinheiten kann
ich von meinem Taschengeld finanzieren und die Pommes von Mäkkes
mag ich sowieso nicht."
So merkwürdig das klingt - Timon ist durch den Schwimmsport zum
Pommes-Wettessen gekommen. Timon im Interview: "Nach dem
Schwimmtraining habe ich immer einen tierischen Kohldampf. In meiner
Stamm-Pommesbude im St.Töniser Schwimmbad wurde von meinem
jetzigen Pommes-Trainer entdeckt." Timons Coach - Karl-Heinz Mertens
vom PC Tönisvorst - sah wie Timon in Sekunden eine Vierfach-Pommes
verschlang. Der Rest ist Geschichte.
Es ist wohl auch Timons Schwimmsport, der ihn von seinem bayerischen
Konkurrenten unterscheidet. Für Hansi Niedermeier gibt es nur eine
sportliche Leidenschaft: Pommes...
Für die Meisterschaft im Juli drücken wir Timon - Szenename: "His Pommness" - den Daumen -
und den Dickdarm...
KTG,
25.02.2010. Man
hört immer wieder, dass die Nachbarn der Schule, sich darüber
aufregen,
dass irgendwelche gemeinen Schüler, unserer Schule, entweder auf
den
Garage der Nachbarn herumtoben, oder aber in den Schrebergärten
etwas
kaputt machen.Wenn das so wäre, würde das erstens den Ruf
unserer
Schule schädigen und zweitens wäre das echt nervig für
unsrere
Nachbarn. Wir haben mal nachgefragt, wie das Verhältnis der
Nachbarn
zu unserer Schule wirklich ist. Einen Nachmittag lang sind wir durch
die Nachbarschaft gezogen und haben Leute
nach
ihrer Meinung zur KTG gefragt. Dabei haben wir erstaunliche Dinge zu
hören bekommen. Die KTG hat gar keinen so schlechten Ruf.
Erstaunlicherweise haben wir ein positives Verhältnis zu unserer
Nachbarschaft. Unser erstes Interview fand in der Hacol Tankstelle
statt. Die Pächterin der Tankstelle, Kirsten Monien (im Bild oben
rechts), sagte uns: “Ich mag die Kinder der KTG. Es wurde zwar auch
schon mal geklaut, aber das hat nichts an dem guten Verhältnis
geändert." Während den Pausen verlassen viele Kinder unserer
Schule, das Schulgelände um sich, Kaugummis, Bonbons etc. zu
kaufen.Daher haben die KTG-Schüler einen beträchtlichen
Anteil am Umsatz der Tankstelle.
Gegenüber der Schule steht ein Bratwurststand. Es ist genau das
gleiche Problem wie an der Tankstelle, denn viele Schüler
verlassen das Schulgelände, um sich was an der Bude, bei der
Tankstelle oder bei Netto zu kaufen. Deswegen war Herr Schütz (der
Schulleiter, der KTG) von Anfang an nicht damit zufrieden, dass genau
gegenüber der Schule ein Bratwurststanderöffnete.
Für Frau Wehmöller und deren Tochter Jasmina W. ist die
Nähe zu unserer Schule kein schlechter Standort. Denn die
KTG-Schüler sind für 40% der Pommes-Umsätze
verantwortlich. Jasmina (Foto rechts) im Interview mit KTGInfo: “Das
Verhältnis zwischen mir und den Schülern ist echt super! Mit
ein paar Schülern habe ich mich sogar angefreundet! Einmal
versuchte ein Schüler, mit Schneebällen auf uns zu werfen,
aber sonst ist da nichts Negatives“.
Auch der dritte Befragte, Dieter Beier (Foto unten links), konnte nichts
Schlechtes über die KTG sagen. Manchmal, so der Hausmeister eines
benachbarten Wohnblocks, werfen Schüler Müll in die
Vorgärten. Oder sie machen
"Klingelmännchen" und verstecken sich dann im Hausflur, sobald die
Tür aufgemacht wird. Aber das findet er nicht besonders nervig,
eher altersgemäß. Von übertriebenem Lärm
weiß
Herr Beier jedenfalls nichts zu berichten.
Ein weiterer Anwohner, Karl Walter, wohnt seit vielen Jahren direkt
neben der KTG und kann auch nur Positives
berichten. Er wohnt gerne in der Nähe einer Schule, findet die
allermeisten Schüler sehr höflich und freut sich
darüber, Kontakt mit vielen jungen Leuten zu haben.
Probleme mit den Nachbarn? Wir können das nicht bestätigen.
Gut so...
KTG,
28.01.2010.Karneval steht vor der Tür -
und da ernährt man sich vor allem von: Berlinern.
Das weiß auch der Betreiber unseres Schulbistros, die Firma
Schollin.
Am Montag, den 1. Februar, startet Schollin einen Wettbewerb, bei dem
es darum geht, dass möglichst viele Berliner verkauft werden.
Teilnehmen werden alle Schulen, bei denen Schollin ein Bistro betreibt.
Also kurz: Diejenige Schule gewinnt, bei der in der Karnevalszeit am
meisten Berliner verkauft werden. Was gibt es zu gewinnen? Nun,
für uns
als Schule vor allem die Ehre! Einen richtig tollen Preis kriegen die
Verkäuferinnen, Frau Link, Frau
Fritsche und ihre Kolleginnen. Und die Redaktion von KTGInfo
findet: die haben sich das auch verdient, so nett wie die sind!
KTG, 21.01.2010. Die
Zeugnisse stehen vor der Tür. In der KTG werden sie am 29.01.
ausgeteilt. Viele Schüler haben schon jetzt gemischte
Gefühle, wenn sie
an ihre Noten denken. KTGInfo hat mit zwei Schülern gesprochen und
sie nach ihren
Befürchtungen gefragt: Alex und David aus dem 6. und 7. Jahrgang.
Beide
sind sicher, dass sie gute Sportnoten haben werden. Probleme sehen sie
vor allem bei ihren Fremdsprachen.
KTGInfo: "Hast
du Angst vor deinem Zeugnis?"
David W: "Ja ein
bisschen."
KTG Info:
"Warum?".
David.W: "Wegen meiner schlechten Noten".
KTGInfo: "Welche Note ist denn besonders schlecht?".
David.W: "Wahrscheinlich eine 4 in Englisch."
KTGInfo: "Was ist denn deine beste Note - und in welchem Fach?".
David.W: "In Sport rechne ich mit einer 2."
KTG Info: "Danke schön für das Interview!".
KTGInfo: "Alex, hast du Angst vor deinem Zeugnis?"
Alex: "Nein".
Ktg Info: "Echt
nicht? Bist du so gut?"
Alex: "Na ja, ich weiß eben wie meine Noten sind."
KTGInfo: "Glaubst du, dass du einen guten Durchschnitt hast?".
Alex: "Da bin ich mir ziemlich sicher!".
KTGInfo: "Was ist denn deiner Meinung nach deine beste Note?"
Alex: "Ich habe eine 1 in sport!".
KTGInfo: "Danke für das Interview!"
Alex: "Kein Problem!"
Wir selber haben übrigens keine Angst vor den Zeugnissen...
KTG,
19.01.2010. Was, bitteschön, ist ein Spunk? Ein emaillierter Kochtopf?
Ein Abdichtungsplättchen im Deckel einer Plastikflasche? Ein
Vorläufer des heutigen Fußballspieles? Eine beleidigende
Begrüßung unter Jugendlichen?
Mal im Ernst: großen Spaß bereitete allen 19 Schülern
der 9a und 9c im Deutsch-Kurs von frau Scheller das Verfassen einer
Erklärung des Begriffes „Spunk“ als fingierter, also erfundener
Lexikoneintrag. Aufgerufen zu dieser Aktion hatte die Wissenschaftliche
Buchgesellschaft gemeinsam mit der Stiftung Lesen zu einem
wissenschaftlich-literarischen Schülerwettbewerb für
Schüler an weiterführenden Schulen in Deutschland.
Aufgegriffen wurde die Idee von Frau Scheller im E-Kurs der Klassen 9a
und c, wo die Schüler sich gleich mit viel Spaß an die
sprachlich herausfordernde Aufgabe begaben.
Marius Dick, Merve Tok, Jeremie N`konga und Serkan Kurt verfassten
besonders witzige und kreative Erklärungen in der Fachsprache der
Lexika. Die Jury der Veranstalter kürte sie daher als Gewinner und
übersandte ihnen je ein 24 bändiges dtv-Lexikon. Die
Schüler freuen sich sehr darüber, denn die Benachrichtigung
zum Gewinn verriet, dass eine riesige Resonanz auf den landesweiten
Wettbewerb erfolgt sei. Ihre Einträge wurden von der Jury als
herausstechend bewertet und daher mit dem wertvollen Büchergewinn
belohnt.
Ein solcher „Nihilartikel“ wird
auch „U-Boot“ oder „Grubenhund“ genannt und beschreibt Personen,
Situationen oder Gegenstände, die in Wirklichkeit nicht
existieren. Derartige fingierte Einträge in Nachschlagewerken
dienen zum einen dazu, Raubkopierer zu entlarven, zum anderen aber der
spaßigen Unterhaltung.
Alle von den Schülern der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule verfassten
Beiträge können auf KTGInfo natürlich
nachgelesen werden. Ob und welcher dieser fingierten Einträge im
nächsten Lexikon zu finden sein wird, bleibt allerdings ein
Geheimnis.
KTG, 14.01.2010. Eisbären
rasen der Erde entgegen, krachen auf Hochhaus- und Autodächer und
und bleiben leblos im eigenen Blut liegen. Dann ein Cut und die
Einblendung eines Texes: "Ein
durchschnittlicher Europaflug produziert über 400 Kilogramm
Treibhausgas pro Passagier. Das ist das Gewicht eines ausgewachsenen
Eisbären." Dieses Schockvideo wurde von der britischen
Umweltschutzgruppe "Plane Stupid" auf YouTube eingestellt.
Seitdem haben es weltweit rund eine Million User angeklickt.
Der Name ist Plane Stupid ist echt originell und sagt aus, worum es der
Gruppe geht: "plain
stupid" heißt eigentlich auf Deutsch "saudumm". "Plane
stupid" heißt dann so viel wie "dummes Flugzeug". Mit ihrem
schockierenden Video will die Gruppe also Front machen gegen die Viel-
und Billigfliegerei und die damit verbunden Umweltschäden, vor
allem natürlich den CO2-Ausstoß.
Eigentlich
könnten sie sehr stolz auf das Erreichte sein, doch eher
bescheiden berichten Marylin Mickerts und Laura Cacciatore von
ihrem sportlichen Erfolg. Die beiden schlanken, aufgeschlossenen
14Jährigen sind Klassenkameradinnen und Freundinnen aus der 9c der
Kurt-Tucholsky-Gesamtschule.
Bereits in den Sommerferien
haben die beiden den Lehrgang zum Übungsleiterhelfer bzw.
Sporthelfer begonnen und nach 10 Hospitationsstunden und mehreren
aktiven Übungsstunden halten sie jetzt endlich das erfolgreich
abgeschlossene Zertifikat in der Hand.
„Die Ausbildung hat uns sehr
viel Spaß gemacht und wir haben eine ganze Reihe neuer
Erfahrungen in Theorie und Praxis gesammelt. Außerdem haben wir
viele nette Leute getroffen“, berichtet Marylin. „Es hat sich wirklich
gelohnt“, ergänzt Laura, „ wir können jetzt unser fachliches
Wissen anwenden und dürfen selbst Sportangebote organisieren und
durchführen.“
Aufmerksam auf diesen Lehrgang
für 13 bis 17jährige Schüler aller Schulen wurden sie
durch ihre Klassenlehrerin, die zugleich auch Sport bei ihnen
unterrichtet. „Frau Scheller hat uns ganz gezielt angesprochen, weil
sie beobachtet hat, dass wir immer gerne das Aufwärmtraining im
Sportunterricht übernommen haben.“
Zusammen mit 20 anderen
Jugendlichen aus ganz Krefeld trafen die Mädchen sich eine ganze
Woche lang täglich beim SC Bayer Uerdingen, um den Aufbau von
Übungsstunden, Regeln bei der Planung und Durchführung kennen
zu lernen und eigene praktische Erfahrungen zu sammeln. „Natürlich
haben wir auch etwas über Gefahren im Sport, Sicherheitshinweise,
Hilfestellungen und Verletzungsrisiken gelernt. Als Ergänzung
wurde uns geraten, einen 1. Hilfe Kurs zu belegen; das werden wir noch
tun“, erklärt Laura.
Seit dem Sommer übernehmen
die Schülerinnen häufig die Einstiegsphasen im
Sportunterricht, manchmal auch in anderen Klassen, wenn es in ihren
eigenen Stundenplan passt. Sie unterstützen die Sportlehrer und
sammeln jede Menge Erfahrung. Ob sie manchmal Probleme haben sich
durchzusetzen? Laura winkt selbstbewusst ab: „Nein, unser Unterricht
macht Spaß und wenn jemand mal nicht richtig mitzieht, dann
können wir ihn motivieren oder ihm erklären, warum er sich
jetzt zurückhalten muss.“ „Wir trauen uns auch jetzt zu, z.B. eine
AG zu betreuen oder kleinere Sportevents zu planen und
durchzuführen“, berichtet Mary und wippt mit ihrem blonden
Pferdeschwanz. „Wir haben viele neue Spielformen kennen gelernt und das
quer durch die verschiedenen Sportarten.“
Tatsächlich können
die beiden jetzt sogar schon ein wenig Geld verdienen mit ihrem neuen
Hobby. Schulen mit Ganztagsbetrieb freuen sich über die
Unterstützung durch Übungsleiter- und Sporthelfer und auch
Vereine setzen die Helfer gerne in den Trainingsstunden im Kinder- und
Jugendsport ein. „Die Beschäftigung mit dem Thema Gesundheit hat
mich auch in meinem Wunsch bestärkt, Physiotherapeutin zu werden“,
verrät Marylin. Bereits im Februar beginnt sie in diesem Beruf ein
Praktikum, um sicher zu gehen, dass diese Ausbildung für sie das
Richtige ist. Laura hat sich noch nicht endgültig für
einen Beruf entschieden: „Ich sehe mich noch um, ein bisschen Zeit habe
ich ja noch“, lächelt sie und mit dem Gong der Schule verschwinden
beide in die Caféteria, um sich erst einmal vom langen Sitzen
und vielen Sprechen zu erholen. Arm in Arm natürlich,
Mädchenpower eben!
Erste
Stoffproben mit Schulkleidungs-Logo sind da!
T-Shirt
mit Logo
KTG, 17.12.2009. Rechtzeitig zum "Tag der offenen Tür"
kamen die ersten Stoffproben. Die Düsseldorfer Firma "School Trends",
mit der wir zurzeit über die Details eines Vertrages verhandeln,
hat
uns ein T-Shirt mit einem Muster des Logos geschickt. Und die Redaktion
von KTGInfo findet einhellig: das ist ziemlich gut gelungen! Das Logo
ist direkt auf die Kleidung
aufgestickt
und nicht als Badge aufgenäht. Dadurch sieht es viel wertvoller
aus. In
der Mensa könnt Ihr zurzeit eine Schaufensterpuppe mit dem T-Shirt
und
natürlich mit dem Logo bewundern. Die Klamotten wird es nicht nur
in dunkelblau, sondern auch in
hellblau, rot
und schwarz geben.
KTG, 03.12.2009. Im Moment geht an der KTG nur noch 'was mit WWE Power Chipz.
Wer keine Chipz hat, der kommt an der KTG nicht weit. An den
Tischtennisplatten wird nicht mehr Tischtennis gespielt, in der
Solarhalle wird nicht mehr gechillt; überall spielen KTG-Kids nur
noch
mit den bunten "Chipz". Die Teile sehen aus wie Pokerchips. Abgebildet
sind darauf allerdings keine Zahlen, sondern Bilder von berühmten
Wrestlern. Ziel des Spieles scheint in erster Linie zu sein, dem
Gegener möglichst
viele Chipz
abzuzocken. Wie das geht?
Die Regeln sind ziemlich einfach. Zwei Spieler treten gegeneinander an,
indem jeder von ihnen einen Chip einsetzt, d.h. auf den Boden legt. Der
Spieler mit dem wertvolleren Chip darf dann zuerst versuchen, mit einem
anderen Chip auf die beiden auf dem Boden liegenden Chips zu werfen.
Wenn er Glück hat, drehen sich beide Chips und er gewinnt. Er darf
dann den Chip seines Gegners behalten.
Auf diese Weise kann man mit
der Zeit von Klassenkameraden eine Menge Chips dazugewinnen. Hat man
Pech, steht man auf einmal ganz ohne Chips da. Tobias aus der 6d hatte
mal
über zwanzig Chips beisammen. nach einer Pechsträhne waren es
auf
einmal nur noch zwei. "Da ging's mir richtig scheiße!", so Tobias
im
Interview mit KTGInfo. "Ich hatte fast alles verloren. ich kam mir vor
wie der letzte Loser." Kurz darauf wendete sich das Blatt (bzw.
Tobias' Chipz...) und er gehörte wieder zu den Chipz-Kapitalisten.
"Ich spiele mit den Chipz, weil es total spannend ist. Die Sache macht
echt süchtig!", so Timon - ebenfalls aus dem 6. Jahrgang der KTG.
"Entweder Gewinnen oder Verlieren - wie beim Pokern." Nachfolgend seht
Ihr ein YouTube-Video über die Wrestling-Chips, gedreht von RTL:
Drei Chipz kosten zurzeit 1,50€. Man weiß allerdings nie, welche
Chipz in der Packung sind. Richtig wertvoll sind Chips mit goldenem
oder
rubinartigem Farbanteil. Auf diese Chipz haben es natürlich alle
abgesehen. Nur selten werden sie deshalb in einem Spiel eingesetzt.
Abgesehen von der Farbe enthält jeder Chip noch eine bestimmte
Anzahl von Sternen: je mehr Sterne, um so wertvoller ist er.
Elisabeth (6d)
erhält diesjährigen KTG-Lese-Oscar!
Elisabeth beim Training
KTG, 10.12.2009.
"Der Sieger steht fest!", das sagte Frau Bellmann, ehe sie den Namen
der Siegerin des diesjährigen Lesewettbewerbes verkündete:
Elisabeth
Metschies. Sie hatte sich gegen fünf Konkurrenten aus allen
Klassen des
5. Jahrgangs durchgesetzt. Alle Bewerber um den "KTG-Lese-Oscar"
mussten die Jury durch besonders ausdrucksvolles und flüssiges
Vorlesen
überzeugen. Zu lesen war ein Ausschnitt aus einem von den
Konkurrenten
selbst ausgesuchten Buch. Wie bei einem Casting konnte jedes
Jury-Mitglied für die Leseleistung der Kandidaten Punkte
verteilen. In
der Jury saßen Frau Bellmann, Herr Theine, Frau Vieten und Frau
Lohmann. Für die Schüler saß unser
Schülersprecher, Herr Theine, in der Jury.
Ehe sie zum Wettbewerb zugelassen wurden, mussten sich alle Kandidaten
zunächst in ihren eigenen Klassen durchsetzen. Die Entscheidung in
der Schlussrunde fiel nach zwei Durchgängen. Alle sechs Kandidaten
mussten erst einen Auszug aus ihrem Lieblingsbuch vorlesen. Danach war
der Text vorgegeben: Ein Märchen aus Tibet, bei dem es um die
große Liebe zwischen einem Zimmermann und einer Prinzessin ging.
Die von den Kandidaten selbst ausgewählten Texte waren sehr
unterschiedlich. Dilara aus der 6f z.B. las aus ihrem Lieblingsbuch
"Hanno malt sich einen Drachen. Die Siegerin, Elisabeth Lucia Frizzi,
wie sie mit ganzem Namen heißt, las aus "Drei auf der Flucht" von
Paul Shipton. Der Held dieser Geschichte ist ein kleiner Affe, der aus
seinem Käfig im Zoo ausbricht, um die Welt näher zu erkunden.
"Elisabeth hat total flüssig und lebendig gelesen," sagt Emre aus
der 6c. "Obwohl ich für Shirin aus meiner Klasse war, muss ich
anerkennen, dass Elisabeth die Beste war."
Tobias, ein Klassenkamerad Elisabeths, war ebenfalls schwer beeindruckt
von ihrer Leseleistung. "Die Welt um mich herum verschwand und ich war
mitten im Buch. Mehr noch: je länger ich Elisabeth zuhörte,
um so mehr wurde ich zu dem Affen, der aus seinem Käfig ausbrach."
KTG,
03.12.2009. Nathalie,
Pascal und David (Namen von der Redaktion geändert) geht es wieder
richtig gut. Letzte Woche konnte davon noch keine Rede sein. Die drei
Sechstklässler litten an einer sehr seltenen Form der
berüchtigten
Schweinegrippe. Neben den üblichen Grippesymptomen - leuchtend
rote
Nase, Rasselatmung und hochsommerliche Temperatur - nahmen sie auch
äußerlich die Gestalt grunzender Paarhufer an. Unser Foto
zeigt sie
bereits auf dem Weg der Besserung. Dennoch sind drastische Spuren ihrer
Krankheit nicht zu übersehen.
"Ich finde, wir haben alle drei nochmal Schwein gehabt", so David aus
der 6b im Interview mit KTGInfo. Schließlich war anfangs nicht
klar, ob sich die enorme Schwellung der Nase wieder zurückbilden
würde.
Pascal tat sich vor allem beim Naseputzen schwer: "Das war
sauanstrengend. Schließlich sind die Papiertaschentüscher
vom ALDI für Schweinenasen viel zu klein! Meistens ging die
Hälfte daneben... Das war voll die Ferkelei!"
"Also ich fand die Schweinegrippe zum Quieken!", verriet uns Nathalie
aus der 6d. "Ich musste nicht zur Schule und da man mit Hufen nicht
schreiben kann, brauchte ich auch keine Hausaufgaben zu machen!"
Die Mütter unserer drei Mitschüler, die sich bei einem ihrer
Lehrer, Herrn Schweinhold, angesteckt hatten, waren nicht ganz so
begeistert. Denn trotz ihrer heftigen Grippesymptome hatten alle drei
den ständigen Drang, sich im Dreck zu wälzen.
"In Pascals Zimmer sah es aus wie im Schweinestall", so die Mutter
eines der Genesenen. "Ich bin froh, dass diese Sauerei endlich ein Ende
hat."
KTG, 26.11.2009. Der Deutsch
E-Kurs 9a,c von Frau Scheller
beteiligt sich im Moment an dem Projekt
"Klasse" der Krefelder Tageszeitung WZ. Die Schüler
erhalten 3 Wochen lang täglich diese Tageszeitung. Das Ziel ist,
dass sie lernen wie Zeitungsartikel geschrieben werden. Am Ende werden
einige von Schülern geschriebene Artikel in der WZ abgedruckt. Bei
der Arbeit wurden die KTG-9er
von WZ-Fotograf Maartin Leschler
beobachtet. Ihm gelang dieser
erstaunliche Schnappschuss mit dem Titel "Wir blicken durch!".
KTG, 12.11.2009. Zum ersten
(hoffentlich nicht letzten Mal...) hat die KTG in den vergangenen
Wochen eine Urabstimmung erlebt. Alle Schüler und Lehrer
hatten die Chance über das Logo unserer neuen Schulkleidung
abzustimmen. Wir haben jetzt ein
Ergebnis! An der Wahl haben sich insgesamt 587 Schüler und
Lehrer beteiligt. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von weniger als
50%. (Barack Obama wurde mit einer geringeren Wahlbeteiligung zum
US-Präsidenten gewählt...). Das Ergebnis war denkbar knapp!
Mit einem Vorsprung von nur 31 Stimmen gewann das Sonnenblumen-Logo die
Wahl. Dafür stimmten 309 Wähler (das sind 52,6% aller
Stimmen), 278 Wähler (47,4%) entschieden sich für den zweiten
Logo-Entwurf (mit dem Auge...) Die SV bedankt sich bei allen
Wahlhelfern und natürlich auch bei allen Wählern für die
geile Aktion! Wir haben jetzt ein Logo. In den nächsten Tagen
bekommen wir vom Hersteller der Schulkleidung erste Stoffproben des
Logos. Vielleicht kann dann vor
Weihnachten schon Schulkleidung anprobiert und bestellt werden!
KTG, 05.11.2009.Mobbing oder Mobben kommt von den englischen
Wörtern für "anpöbeln, angreifen, bedrängen,
über jemanden herfallen" und "Meute, Gesindel, Pöbel,
Bande..." Wer unter Mobbing zu leiden hat, ist meistens arm d'ran: von
allen Anderen isoliert, erlebt er den Alltag ständig aus der Sicht
des Opfers; desjenigen, mit dem man's ja machen kann.
Die Schülerin
Lili T. (alle Namen von der Red. geändert) wurde von ihrer
Mitschülerin Angelika M. gemobbt und gehänselt. Angelika
sorgte dafür, dass plötzlich die ganze Klasse Lili mobbte.
Ein paar Tage später weinte Lili so verzweifelt, dass unser
Klassenlehrer einen Stuhlkreis in der KL-Stunde einberief. Es wurde
heftig debattiert und gestritten. Als der Stuhlkreis zu Ende war,
schien das Problem aus der Welt geschafft.
Aber der Schein trügte! Nach dem Stuhlkreis mobbte die Klasse Lili
T. noch heftiger als sonst. Lili wurde sogar geschlagen. Als sie zu
unserem Klassenlehrer ging, ist endlich etwas geschehen: Beim
nächsten Stuhlkreis bekam unsere Klasse richtig, richtig
Ärger!!!
Das Problem war jetzt tatsächlich aus der Welt geschaft. Es kam
heraus, dass sich Lili und Angelika wegen einer von Anna K.
verbreiteten Lüge stritten.
KTG, 05.11.2009. Als unser Lehrer
uns gesagt hat: "Morgen kommt der Zahnarzt!", waren alle ängstlich
und manche von uns kündigten an, dass sie am nächsten Tag
nicht zur Schule kommen würden. Einfach alle sprachen in der Pause
über den Zahnarzt so, als ob sie damit rechneten, dass ihre
Zähne gezogen werden.
Als es dann am nächsten Tag soweit war, sah ich, dass alle da
waren - nun aber noch ängstlicher als am Tag zuvor. Wir stellten
uns leise und eingeschüchtert auf und gingen zum
Selbstlernzentrum, wo die Zahnärztin schon auf uns wartete.
Ausgerechnet ich war als Erster an der Reihe. Die Zahnärztin hat
uns gleich beruhigt, dass sie keine Zähne ziehen werde. Sie wolle
nur "kontrollieren" - und seitdem liebe ich das Wort "kontrollieren"...
Kein schmerzhaftes Bohren, eine nette Zahnärztin und - das beste
von allem - kein Unterricht!
Meine Klassenkameraden sind jetzt alle dafür, dass jede Woche
irgendein Zahnarzt in die Schule kommt.
KTG,
Oktober 2009. Manchmal komme ich vom Pinkeln, will mir die Hände
waschen … und dann ist keine Seife da! Dann fühle ich mich echt
angepisst!“ Mit diesen drastischen Worten umschrieb ein
KTG-Schüler
(der ungenannt bleiben möchte) seinen Eindruck von den Toiletten
an
unserer Schule. In Zeiten der Schweinegrippe klingt es fast schon wie
ein Skandal, dass keine Seife vorhanden ist. Doch weder der Hausmeister
noch das Reinigungspersonal sind schuld an
diesen Zuständen. Wir selber, d.h. die Schüler der KTG,
tragen die
Verantwortung für die ekelige Toiletten-Situation. Die
Seifenspender
sind nicht deshalb oft leer, weil sie nicht befüllt werden,
sondern
weil es unter uns einen Haufen Idioten gibt, die es irgendwie witzig
finden, sie leer zu machen. Einer der Hausmeistergehilfen hat neulich
eine Schülerin dabei beobachtet, wie sie in
der einen Hand eine
Zigarette hielt und mit der anderen solange auf den Seifenspender
drückte, bis er leer war. Toll! Super!
Aber das ist noch lange nicht alles. Beim Betreten der Klos geht es
meist schon los, vor allem im Jungen-Klo. Da stinkt es oft so
bestialisch, dass man unverrichteter Dinge am Eingang kehrt machen
möchte. Der Grund ist so einfach wie widerlich: Manche Jungs
pinkeln
mit voller Absicht neben die Klos. Dass sie dann selber in ihrer
eigenen Pisse stehen (Ihr entschuldigt die heftige Ausdrucksweise…),
scheint sie nicht weiter zu stören.
Sicher habt Ihr alle bemerkt, dass man sich vor dem Gang zum Klo sein
Klopapier von einer Rolle am Eingang abwickeln muss. In den Kabinen ist
nämlich keins mehr. Nach Auskunft des Reinigungspersonals ist es
zu oft
vorgekommen, dass KTG-Schüler ganze Klopapierrollen abgewickelt
und ins
Klo gestopft haben. Ergebnis: die Klos waren verstopft und mussten
aufwändig gereinigt werden.
Selbst vor grober
Sachbeschädigung schrecken manche nicht zurück: In
einem der Mädchen-Klos wurde der Spülkasten offenbar mit
einem
Feuerzeug abgefackelt.
Und habt Ihr schon mal in den Klos an die Decke geguckt? Alles voller
ekeliger brauner Ränder, die daher kommen, dass ständig nasse
Klopapierklumpen dagegen geklatscht werden.
Wer macht sowas?! Die eigenen
Klos vollpissen, verstopfen, versiffen,
kaputt machen…?! Man könnte meinen, dahinter stecken Leute, die
etwas
gegen saubere Klos haben.
„Ich finde es ehrlich zum
kotzen, dass man hier nicht auf’s Klo gehen
kann, ohne sich zu ekeln!“, sagt Tanja aus der 11 im Interview mit
KTGInfo. Lamin – ebenfalls aus der 11. Klasse –
stimmt ihr zu: „Ich bin
dieses Schuljahr von einer Hauptschule an die KTG gewechselt. An meiner
alten Schule waren die Klos wesentlich sauberer.“
(Foto
links: Nicole,
Tanja und
Lamin)
Lamin und Tanja sind sich einig:
„So kann das hier nicht weitergehen!
Wir haben ein Recht darauf, zu pinkeln oder uns
die Hände zu waschen,
ohne dabei vor Ekel die Luft anhalten zu müssen!“ Ihre
Mitschülerin Nicole könnte sich eine „Aktion Saubere Klos“ vorstellen: „Vielleicht sollte die SV das mal in die Hand
nehmen.“
Das wird sie. Aus sicherer Quelle hat die KTGInfo-Redaktion erfahren,
dass die Toiletten-Situation auf die nächste SV-Tagesordnung
gesetzt
wird.
SV
beschließt Urabstimmung über Schulkleidungs-Logo!
KTG, 05.10.2009. Die SV hat
beschlossen, an der Abstimmung über das Logo für die
Schulkleidung alle
Schüler
teilnehmen zu lassen. In der SV-Sitzung setzte sich schließlich
das
Argument durch, dass man eine Entscheidung, von der alle 1200
Schüler
betroffen sein werden, nicht durch 40 Klassensprecher treffen lassen
sollte. Es wird also eine sogenannte Urabstimmung
aller Schüler geben, d.h. eine Wahl, bei der jeder sich für
den einen
oder anderen Logo-Entwurf entscheiden kann. Die Wahl soll noch in
dieser Woche stattfinden. Außerdem beschloss die SV, dass auch
die
Lehrer mit abstimmen sollen, da auch ihnen die Schulkleidung angeboten
wird.
Unten seht Ihr nun die zwei Logos,
die zur Wahl stehen. Das zweite Logo (mit der Sonnenblumme) ist nach
einem Beschluss der SV noch einmal farblich abgewandelt worden. Statt
eines dunkelblauen Hintergrundes (wie in der Europa-Fahne) ist der
Hintergrund nun in einem neutralen Helllgrau gehalten, wodurch das Logo
besser zu den verschiedenen Farben der Schulkleidung passt.
Also: welches Logo soll auf die Schulkleidung: Logo 1 oder Logo 2???
Logo 1: neue, dynamische Formen
und ein Auge der Weisheit...
Logo 2: die KTG-Sonneblume mit
den Sternen aus
der Europa-Flagge.
KTG,
23.09.2009. Als die Schule nach den Sommerferien begonnen hat,
ist etwas Neues gekommen… ein Bistro, in dem man viele leckere
Backwaren kaufen kann. Es gibt dort verschiedene Brötchensorten!
Das neue Bistro ist in der Teestube, neben der Solarhalle.
Im Deutsch-E-Kurs der Klasse 8
a bei Frau v.Renteln haben wir das Bistro getestet. 17
Schüler/innen haben die Frische, den Fettgehalt, die Auswahl, den
Preis, den Service und die Hygiene unter die Lupe genommen. Dabei haben
wir auf einer Notenskala von 1-10 Punkte vergeben.
Beim Punkt Hygiene ist uns zunächst aufgefallen, dass die
Verkäuferin zwar Einmalhandschuhe trug, sie aber dennoch mit
denselben Handschuhen das Geld angenommen und einfach alles damit
angefasst hat. Allerdings haben wir erfahren, dass die Handschuhe
verhindern sollen, dass eventuelle Keime von den Händen auf
die Lebensmittel kommen.
Den meisten haben die
Brötchen gut geschmeckt, aber einigen von uns gefällt es
nicht, dass auf vielen Brötchen Remouladensoße ist. Dadurch
erhöht sich der Fettgehalt, es schmeckt alles nach Soße -
und: es kleckert! Hier bietet das Bistro an, Brötchen ohne
Soße, bzw. dafür mit mehr Butter zu bestellen.
Die Preise sind deutlich günstiger als in einem Brötchenshop
in der Stadt.
Es gibt eine Mappe, die wir uns für den Unterricht ausleihen
durften, in der alle Zutaten und die Nährwerte der einzelnen
Brötchensorten aufgelistet sind. (Stichwort : Gesunde
Ernährung!)
Das Bistro hat unserer Meinung nach einen großen Vorteil:
Wir können dort ohne Stress und gefahrlos einkaufen. Das ist
anders, wenn wir zum Baguettewagen an der Straße vor der Schule
gehen. Denn dort wird oft geschubst, besonders die Kleinen haben
darunter zu leiden.
Wir kamen im Gesamtergebnis auf einen Wert von 6,61 Punkten. Also liegt
das Bistro in einem guten Bereich. Die meisten Punkte hat die Auswahl
bekommen, nämlich 9,2 von 10 Punkten. Das ist echt sehr gut!
KTG, September
2009. Sechs Wochen große Ferien – nein, nur vier Wochen!
Hitzefrei und ins Schwimmbad – nein, nur für die anderen!
Herbstferien frei – nein, ein Praktikum steht an!
Donnerstagsnachmittags frei – nein, nicht für uns! Wir, dass sind
elf Schülerinnen und Schüler der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule,
besuchen zur Zeit die 10-te Klasse. Freiwillig nehmen wir an dem
Projekt „Den Übergang meistern“ teil. In den Großen Ferien
haben wir zwei Wochen Zeit ge-„opfert“ und an einem
Berufsorientierungs-Camp teilgenommen, in dem wir unsere Stärken
und Schwächen ausgelotet haben und nun bereiten wir uns zehn
Monate zusammen auf den Schulabschluss und auf die Berufseingangphase
vor. In den Herbstferien und in den Osterferien nehmen wir an Praktika
teil, um auch in der Praxis auszutesten, ob unsere Vorstellungen der
Realität entsprechen oder ob wir uns noch umorientieren
müssen. Ziel des Projektes ist es, dass wir nicht wie einige
unserer Mitschüler keine Lehrstelle haben, sondern, dass wir
sicher wissen, was aus uns wird und welche Möglichkeiten wir
für unsere Zukunft haben.
Die Kurt-Tucholsky-Gesamtschule in Krefeld arbeitet mit der
Volkshochschule Krefeld im BIWAQ-Projekt „Die Menschen fördern –
den Stadtteil stärken“ zusammen. Dieses Projekt wird aus dem
Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union und aus
Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und
Stadtentwicklung sowie der ARGE Krefeld gefördert.
Endlich
sicherer: Piktogramm und Schild am Nauenweg
KTG,
08.09.2009. Fast
ein ganzes Jahr hat es gedauert, ehe die Stadtverwaltung auf unsere
Forderung nach einem sicheren Fußgänger- und
Radfahrerüberweg am
Nauenweg reagiert hat. Vor den Sommerferien mussten wir sogar
befürchten, dass überhaupt nichts passieren würde.
Zur Erinnerung: Schüler des 5. Jahrgangs hatten im September 2008
die Parteien im Krefelder Stadtrat darum gebeten, für einen
sicheren Überweg auf Höhe der Schlufftrasse/Nauenweg zu
sorgen. Schließlich ist diese gefährliche Stelle ein
Bestandteil des offiziellen Krefelder Schulradwegeplanes. Der Stadtrat
stimmte dann der Errichtung einer sog. "Querungshilfe", d.h. einer
kleinen Mittelinsel, einstimmig zu. (Siehe Meldung...)
Dann die unerwartete Wendung: das Tiefbauamt verweigerte die Umsetzung
des Ratsbeschlusses, da das sog. Eisenbahnkreuzungsgesetz angeblich
dagegen sprach. Nach diesem Gesetz darf 25 Meter vor und hinter einem
Bahnübergang keine bauliche Maßnahme ergriffen werden.
Skandalös an dieser Verwaltungsentscheidung: nur wenige Hundert
Meter entfernt, auf der Forstwaldstraße, besteht seit Jahren eine
Querungshilfe neben einem Bahnübergang der Schluff - weniger als
10 Meter vom Bahnübergang entfernt!
Die SV, die
Schulleitung und die Schulpflegschaft wandten sich dann direkt an den
Oberbürgermeister, Herrn Kathstede, der sich vor ein paar Tagen
selber
vor Ort ein Bild gemacht hat. Und dann ging alles sehr schnell: Erst
wurden Warnschilder aufgestellt, dann sind in beiden Fahrtrichtungen
Piktogramme auf den Asphalt gemalt worden! Der Autoverkehr wird dadurch
wirkungsvoll auf die gefährliche Kreuzungsstelle hingewiesen.
Diese Maßnahmen sind der erste Schritt auf dem Weg zu einer
wirklich sicheren Lösung. Der Oberbürgermeister hat uns
längerfristig die gewünschten baulichen Maßnahmen in
AUssicht gestellt. Außerdem sollen die überflüssigen
Sperrgitter am Bahnübergang entweder ganz beseitigt oder sinnvoll
verändert werden.
KTG, 08.09.2009. Es ist unser ältester
Schüleraustausch an
der KTG: Alle zwei Jahre fährt eine Schülergruppe aus Krefeld
ins Land
der Saunas, Elche und Rentiere. Gerade sind wieder 15 Schülerinnen
und
Schüler aus Tampere zurückgekehrt. Sie haben eine "wahnsinnig
geile und emotionale" Woche in einer der schönsten Städte
Finnlands
verbracht, so die Teilnehmer Pano und Umut im Interview mit KTGInfo.
Begleitet wurden sie von Frau Hecq und Herrn Weinhold, die sich noch
immer noch von den z.T. abenteuerlichen Eindrücken erholen. Das
ganze
Interview mit Pano und Umut:
Pano
und Umut vor dem Abflug auf dem Düsseldorfer Flughafen
KTGInfo:
Umut und Pano, ihr wart gerade eine Woche zum Schüleraustausch in
Finnland. Wie war’s? Umut: Es
war voll der Wahnsinn! Wir hatten einen Haufen Spaß.
Außerdem war die Woche sehr emotional… KTGInfo:
Emotional? Was heißt das denn? Pano:
Unsere Gastgeber sind uns ans Herz gewachsen. Einige von den finnischen
Gastgebern sind richtige Freunde geworden. Einer von uns hat sich in
ein finnisches Mädel verliebt und wollte eigentlich gar nicht
zurück nach Deutschland. Umut:
Das wollten wir eigentlich alle nicht. KTGInfo: Wie
habt Ihr Euch bei der Abreise gefühlt? Umut:
Schiss hatte ich nicht. Aber ich war schon aufgeregt, weil ich ja nicht
wusste, wie mein Austauschpartner so d’rauf ist. Pano:
Ich war auch aufgeregt. Als ich dann da war und meine Gastgeber
kennengelernt habe, war ich echt erleichtert. Die sahen alle richtig
nett aus. KTGInfo:
Gab es irgendwelche Zwischenfälle im Laufe der Woche? Pano:
Na ja – einer von uns hat gleich am Düsseldorfer Flughafen, also
direkt vor dem Abflug – seinen Personlausweis und die Bordkarte
verloren. Günstigerweise hat er beides nach einer Weile
wiedergefunden. Umut:
Bei der Ankunft in Helsinki hat diese Person seinen Personalausweis
dann gleich nochmal verloren. Voll peinlich. Pano:
Wir waren noch nicht richtig da, da wurde der Name dieser Person per
Lautsprecher ausgerufen… Umut:
Und weil wir ewig warten mussten, bis wir den Ausweis wieder hatten,
haben wir dann auch noch den Bus verpasst, der uns vom Flughafen in
Helsinki nach Tampere bringen sollte.
Pano
zu Besuch in einer finnischen Schokoladenfabrik
KTGInfo:
Tampere ist der Ort, an dem ihr die Woche über wart? Umut:
So isses. Tampere ist voll die geile Stadt. Auf jeden Fall! Vor allem
die Mädels in Tampere sind nicht von schlechten Eltern… KTGInfo: Wir
haben gehört, in Finnland gibt’s einen Haufen Seen. Gibt’s denn in
Tampere auch einen? Pano:
Tampere ist sogar von zwei ziemlich großen Seen umgeben. Einer
von beiden ist über dreißig Kilometer lang. In ganz Finnland
gibt’s übrigens Tausende von Seen… KTGInfo:
Was war denn das coolste Erlebnis in der Woche? Umut:
Ich fand am coolsten die Hausparty bei einer Gastgeberin. Wir hatten da
eine supergeile Nacht mit fast allen Gastgebern und ihren Partnern. Pano:
Ich fand am besten, dass wir uns jeden Abend zum Fußballspielen
auf einem Fußballplatz getroffen haben. Das war sehr chillig. KTGInfo:
Was ist denn nach Eurer Erfahrung der größte Unterschied
zwischen unserer Schule und der in Finnland? Pano:
Für mich ist der größte Unterschied das
Zusammengehörigkeitsgefühl der finnischen Schüler. Die
sind viel enger miteinander. Umut:
Das finde ich auch. Überhaupt finde ich die Finnen super
warmherzig und aufgeschlossen. KTGInfo:
Wie sind denn die finnischen Lehrer so? Umut:
Nett. Natürlich haben die einen echt süßen Akzent, wenn
sie deutsch oder englisch reden. Pano:
Ich finde sie strenger als bei uns. Wenn die einem ihrer Schüler‘
was sagen, dann spurt der sofort. KTGInfo:
Wie ist denn die Schule so ausgestattet? Umut:
Ziemlich edel. In jedem Klassenraum haben die einen ziemlich neuen
Computer und einen Beamer. KTGInfo: Was
sagt ihr zum finnischen Essen? Pano: Die
Finnen trinken bei jeder Gelegenheit Milch. Morgens, mittags und
abends. Das Essen war ok. Schrecklich ist allerdings die Blutwurst, die
dort gegessen wird. Umut:
Ich habe sie probiert und nachdem ich hörte, woraus die so gemacht
wird, habe ich erstmal eine Flasche Cola nachgeschüttet.
Gebratene
Blutwurst: eine der finnischen Nationalspeisen
KTGInfo:
Welche Musik hören die denn da so? Umut:
Die hören vor allem die harten Sachen: Metallica, Linkin‘ Park,
Rammstein und so. KTGInfo:
Letzte Frage: Würdet Ihr nochmal nach Tampere fahren? Pano:
Ich würde sofort wieder da hinfahren. Spätestens in den
nächsten Ferien werde ich wieder da sein. Umut:
Ich bin auch sobald wie möglich wieder in Tampere. Finnland ist
irgendwie ´ne bessere Welt.
KTG, 09.09.2009. Der Titel des
gerade wegen der großen Nachfrage neu aufgelegten
Gedichtbändchens klingt düster, doch die von den
Schülern des E-Kurses der 9a und c verfassten Gedichte strahlen
durch den grauen Einband hindurch.
Bereits vor den Sommerferien beendeten die Mädchen und Jungen die
Arbeit an den Gedichten über ihre Heimatstadt Krefeld. Inspiriert
von Gedichten über den Potsdamer Platz in Berlin machten sie sich
mit ihrer Deutschlehrerin an die Arbeit, ihre Gefühle,
Wahrnehmungen, Gedanken zu ihrer eigenen Stadt zu sammeln und zu
formen. Dazu begaben sie sich einen Vormittag lang in ein Café
am Ostwall, um von dort aus den Verkehr, die Menschen, die Natur zu
beobachten, Momente aufzunehmen und in kleine und größere
Texte zu "verdichten".
Das Ergebnis beeindruckte nicht nur ihre Eltern und Lehrer: Bei
der Übergabe des Gedichtbüchleins im Rathaus zeigte sich der
Oberbürgermeister, Herr Kathstede, sehr erfreut über die
intensive Auseinandersetzung mit unserer Stadt. Er war begeistert von
den Gedichten und schlug vor, das Bändchen der Mediothek
anzubieten. Und tatsächlich: seit Ende August befindet sich ein
Exemplar des Büchleins in der örtlichen Mediothek im Bereich
"Literaturszene Krefeld". Die Schülerinnen und Schüler
können ganz zurecht stolz darauf sein. Wir gratulieren!
Es ist geplant, von einem
Kunstkurs unserer Schule einzelne Gedichte bebildern zu lassen und in
einer gemeinsamen Ausstellung im Rathaus der Öffentlichkeit zu
präsentieren.
Außerdem hat die Redaktion der Beilage der RP "Krefelder
Manuskripte" Interesse bekundet, Gedichte aus dem Heftchen in dieser
Beilage zu veröffentlichen.
Wenn Wünsche
wahr werden: Schließfächer für Sek 2!
KTG,
22.01.2009. Sensationelle Neuigkeiten im Oberstufenbereich: In
der Sitzecke am Oberstufenbüro steht seit heute ein Schrank mit 24 Schließfächern. Jedes
der Fächer kann in den nächsten Woche von einem
SII-Schüler gegen eine monatliche Gebühr gemietet werden. Die
Schließfächer sind mit einem Safe-ähnlichen
Zahlenschloss versehen, sodass sich die künftigen Mieter
vermutlich eine mehrstellige Zahlenkombination werden merken
müssen. Erwartbar ist eine neue Ausrede für nicht vorhandene
Hausaufgaben: "Ich hab' sie in meinem Schließfach -
blöderweise hab' ich die Kombination vergessen..."
Es scheint, als wären einige Schließfächer bereits
vergeben, ehe Verträge abgeschlossen worden sind. Muharrem (Bild
unten) zu KTGInfo: "Ich brauch' eh keinen Vetrag. Das Schloss krieg'
ich auch so auf!"
KTGInfo, 22.01.2009. Die KTG hat
einen neuen Gast: Oksana Bugajenko aus
Litauen. Frau Bugajenko ist COMENIUS-Assistentin, d.h. sie nimmt an
einem von der Europäischen Union finanzierten Austausch-Programm
für
Studenten aus ganz Europa teil. In ihrem Heimatland Litauen studiert
Frau Bugajenko Deutsch. Später möchte sie dort einmal als
Deutsch-Lehrerin arbeiten. An der KTG wird sie in verschiedenen
Bereichen tätig sein: sie wird AGs und offene Angebote anbieten,
einige
Lehrer im Deutsch-Unterricht begleiten und - vor allem - versuchen
unser Schulsystem zu durchschauen. Vielleicht ist Frau Bugajenko ja
bald in Eurer Klasse.
KTGInfo hat
das folgende Interview mit ihr geführt:
KTGInfo: Frau
Bugajenko, weshalb sind Sie eigentlich an die KTG gekommen? Oksana
Bugajenko: Ich bin hierher gekommen um ein Praktikum zu machen.
Ich möchte das deutsche Schulsystem verstehen und da ich
später einmal Deutsch-Lehrerin werden möchte, will ich auch
ein bisschen Unterrichtserfahrung sammeln.
Warum möchten
Sie denn ausgerechnet Deutsch-Lehrerin werden?
Ich habe Deutsch bereits in der Schule gelernt und jetzt habe ich mein
Germanstik-Studium fast beendet. Ich habe mich schon immer für
Dinge interessiert, die mit Deutschland zu tun haben, z.B. für
Musik. Ich bin Musikerin, spiele Klavier und zu meinen
Lieblingskomponisten gehören einige Deutsche: Bach, Beethoven,
Mozart und ein paar andere.
Wie bitte?! Bach,
Beethoven... das ist doch uraltes Zeug. Kennen Sie denn auch moderne
Musik aus Deutschland?
Na klar! Sarah Connor kenne ich, Tokio Hotel ist in Litauen auch
ziemlich beliebt. Die finde ich allerdings ziemlich furchtbar.
Rammstein ist klasse, die kommen auch aus Deutschland. Außerdem
interessiere ich mich für deutsche DJs, die in litauischen Clubs
Platten auflegen. Im Moment finde ich Hip-Hop und R&B ziemlich gut:
z.B. Rihanna und Ne-yo. Und Obama - aber der macht keine Musik - noch
nicht...
Wie waren denn Ihre
ersten Tage hier Krefeld? Und wie finden Sie unsere Stadt so, nach den
ersten Eindrücken?
Die Stadt Krefeld finde ich ja - ehrlich gesagt - nicht besonders
schön. Im Vergleich mit anderen Städten wirkt das hier alles
grau und langweilig.
Das kann aber auch
am schlechten Wetter liegen.
Stimmt, warten wir mal den Frühling ab. Die KTG gefällt mir
allerdings superklasse! Das ist eine der schönsten Schulen, die
ich je gesehen habe. Und das meine ich ganz ernst.
Zugegeben - Krefeld
ist nicht gerade eine Weltstadt. Ist es denn in Ihrer Heimatstadt
schöner?
Meine Heimatstadt ist Vilnius. Das ist die Hauptstadt von Litauen. Da
ist immer 'was los...
Zum Beispiel?
Wir haben z.B. eine suuuuuper-schöne Altstadt...
Na toll...
Ihr wärt ziemlich beeindruckt. Wir haben da ganz alte
Häuser, viele Hunderte von Jahren alt, riesige Prospekts [=
litauisch für eine sehr breite Straße] mit tollen
Geschäften, tausende von Kneipen und Diskotheken. Neben der
uralten, riesigen Kathedrale gibt's einen wunderschönen Park.
Vilnius ist einfach eine tolle Stadt.
Haben Sie denn schon
Heimweh?
Nein, so schnell geht das bei mir nicht. Ich will jetzt erstmal Krefeld
und Umgebung genauer kennen lernen. Vielleicht ist es hier ja gar nicht
so langweilig, wie ich befürchte. Was meint ihr denn - was muss
ich mir denn in Krerfeld als erstes angucken?
Mäkkes
natürlich!
Was ist das denn?
McDonalds - die
Fast-Food-Kette.
Na toll - davon haben wir in Vilnius mindestens zwanzig verschiedene.
Das muss ich nicht unbedingt haben...
Was isst man denn so
in Litauen. Gibt's da 'was typisches?
Ja sicher, z.B. die berühmten Cepelinai.
Was ist das denn?!
Das klingt ja wie ein Luftschiff...
Nein, nein...
Litauische Cepelinai
Cepelinai
sind Klöße aus Kartoffeln mit einer Fleisch- oder
Quarkfüllung. Sehr
lecker!
Kochen Sie die auch
selber?
Oh nein - ich kann leider überhaupt nicht kochen.
Aber jetzt sind wir
total scharf auf Cepelinai. Wir dachten, Sie würden die mal
für uns kochen...
OK - ich werde meine Mutter nach dem Rezept fragen. Dann probieren wir
das zusammen in Eurer Schulküche aus.
Versprochen?
Na klar! Versprochen!
Frau Bugajenko, wir
danken Ihnen für dieses aufschlussreiche Gespräch!
KTGInfo, 08.01.2009.
Ihr erinnert euch: Schüler der 5d hatten beim Krefelder Stadtrat
den Bau einer sogenannten "Querungshilfe"
für Radfahrer beantragt, damit der Nauenweg auf Höhe
des Bahnüberganges endlich ohne Lebensgefahr überquert werden
kann. Und: der Stadtrat genehmigte 10.000 Euro für den Bau eines
solchen Überweges. Und jetzt
das:
Die Querungshilfe wird nicht gebaut! Dies entschied die
Stadtverwaltung nach einem Ortstermin. Grund ist das
"Eisenbahnkreuzungsgesetz", das bauliche Maßnahmen direkt neben
einem Bahnübergang verbietet. Die 5d ist sauer! Bedeutet das jetzt, dass alles so bleibt,
wie es ist?!
Der
Kölner Künstler Gunter Demnig bei der Verlegung eines
Stolpersteins für Sara Koppel
(Uerdinger Straße 109)
Krefeld, 29.11.2008. Seit
Dezember 2006 werden in Krefeld "Stolpersteine"
verlegt. Das sind Pflastersteine mit einer Kappe aus Messing, die
Informationen über Opfer der Nazis enthalten; wann sie geboren
wurden, wohin man sie verschleppte und wann sie umgebracht wurden. Die
Stolpersteine werden vor dem letzten Wohnort des Opfers verlegt,
normalerweise auf dem Gehweg. Im Winter
2005/2006 haben
viele Schüler unserer Schule dafür gekämpft, dass die
Stolpersteine in Krefeld
verlegt werden dürfen. (Siehe Stolperstein-Doku auf KTGInfo.de...)
Am
Samstag, den 29.11., war es wieder soweit. Der Kölner
Künstler Gunter Demnig (Foto),
der das Projekt in vielen europäischen Städten
durchführt, kam nach Krefeld und verlegte
22 neue Stolpersteine.
Damit
liegen nun im Krefelder Stadtgebiet insgesamt 41 Stolpersteine.
Sie erinnern an Krefelder, die von ihren Mitbürgern verfolgt,
gequält oder
ermordet worden sind: Juden, Sinti, Zeugen Jehovas, als "Asoziale"
Verspottete, politisch
Verfolgte und Opfer der Krankenmorde.
KTGInfo
hat eine Seite eingerichtet, auf der alle Krefelder
Stolpersteine mit
Adresse abgebildet sind. In den nächsten Monaten
werden hier zu jedem Opfer noch genauere Angaben erscheinen:
Şahin Mavili,
Schülersprecher
der KTG, zu KTGInfo: "Ich unterstütze das Projekt, weil in unserer
Gesellschaft - auch in Krefeld - heute noch Menschen wegen ihrer
Herkunft, Hautfarbe oder Lebensweise diskriminiert werden. Die
Stolpersteine erinnern an ehemalige Bürger dieser Stadt - und
daran, dass sich ihr Leid nicht wiederholen darf!"
Elisabeth
Metschies (5d), KTGInfo-Redakteurin, war bei der Verlegung
dabei und hat folgenden Bericht geschrieben:
Am letzten Samstag, den
29.11.08,
wurden in der Stadt Stolpersteine
verlegt. Sie erinnern an Menschen, die von den Nazis umgebracht worden
sind. Manche von ihnen wurden in Konzentrationslager gebracht. Entweder
wurden sie zur Flucht gezwungen, ermordet oder in den
Selbstmord getrieben.
Die erste
Station war am Neumarkt.
Dort wohnten Max und Johanna Hirsch.
Als ich ankam, stand der Künstler samt seinem roten Pkw bereit.
Herr Weinhold, mein Lehrer, mein Mitschüler Kevin, einer aus der
Oberstufe und zwei alte Krefelder Damen, die viele Opfer
persönlich
kannten, waren auch da.
Als erstes holte Günter Demnig, der Künstler, seine Werkzeuge
aus dem Auto. Mit
Hilfe eines Flacheisens holte Herr Demnig den Stein
mit ganzer
Kraft heraus. Danach füllte er die Lücken mit Pflastersteinen
aus. Anschließend streute er feinen Sand und Zement über die
Steine,
bis keine Lücken mehr zu sehen waren. Schließlich goss der
Künstler Wasser über die kostbaren
Steine. Zum Schluss trocknete er die Gedenksteine mit einen Taschentuch
ab, bis
sie glänzten.
Auch Menschen, die zufällig vorbei kamen, interessierten sich
für die Aktion. Eine Bäckerin schenkte mir und Kevin - weil
wir in der Kälte
standen - einen Weckmann. Danach folgten viele weitere Stationen,
insgesamt waren es an dem Tag 22
Stolpersteine.
Ich fand´s spannend, aber auch zum größten Teil
traurig.
KRESCH-Theater, 18.11. Weltpremiere im Krefelder
KRESCH-Theater. Seit ein paar Tagen läuft im KRESCH, dem
Theater in der Fabrik Heeder, ein Stück, das man gesehen haben
muss. "Karlsson fliegt nicht mehr"
von René Linke, einem Krefelder Autor, handelt von Astrid
Lindgrens Kinderbuchfigur "Karlsson", dem "weltbesten
Dampfmaschinenzerstörer und Pfannkuchenbäcker". Karlsson
fliegt deshalb nicht mehr, weil er inzwischen ein alter Mann ist, in
der "Bettenschule" lebt und eigentlich nur noch "verschwinden" will.
Als ihm der Schuljunge Benny begegnet, wird der alte Karlsson an seine
fantastischen Fähigkeiten erinnert.
Die
Hauptdarsteller und der Regisseur von "Karlssson" (von links): Bernd
Hoffmann (Karlsson), Franz Mestre (Regie) und Sunga Weineck (Benny)
Mit ihrer Deutsch-Lehrerin Frau Scheller hat sich die 5d das Stück
angesehen. Hier die Theaterkritik der Schüler:
Nevin und
Sarah: "Aus dem Stück haben wir gelernt, dass alleine sein
doof ist und dass alte Menschen eine ganze Menge können.
Vielleicht können sie nicht fliegen - aber sie können junge
Leute zum lachen bringen und sie haben viel mehr Erfahrung als sie. Das
Stück fanden wir superklasse, weil es gleichzeitig witzig und ein
bisschen traurig war. Es war witzig, weil Karlsson coole Sprüche
d'rauf hatte, z.B.: Es kommt immer
d'rauf an, wohin die Wurst beim Kacken fliegt. Es war traurig,
weil Karlsson nicht mehr fliegen kann und weil sein kleiner Bruder Lillebror nicht mehr
da ist. Auch im richtigen Leben verlieren
manche Alte ihre Fröhlichkeit. Dagegen sollte man etwas tun. Benny
z.B. schenkt Karlsson Zeit, weshalb es ihm am Ende viel besser geht."
Khalil, Robert
und Moussa: "Wenn Menschen alt werden, können sie Dinge
verlernen, die sie früher einmal gut konnten, z.B. Fußball
spielen und sie können nicht mehr so gut sehen oder hören.
Manche alten Menschen verlieren sogar ihr Gedächtnis, was wir sehr
traurig finden. Das Stück hat uns sehr gut gefallen, weil Karlsson
sehr viele Witze erzählt. Wir fänden es super, wenn es die Kucklimuck-Medizin auch in
Wirklichkeit gäbe. Sie besteht
nämlich aus lauter leckeren Sachen, z.B. Butterkeksen und
Kartoffelchips."
Sandra,
Elisabeth und Lisa: "Normalerweise sind Theaterbesuche öde.
Doch dieser Besuch war genau das Gegenteil. Karlsson fliegt nicht mehr war
zugleich traurig und lustig. Das Stück handelt von Karlsson, dem weltbesten
Dampfmaschinenzerstörer, der jetzt ein alter Mann ist.
Am traurigsten ist, dass Karlsson glaubt, dass er - nur weil er alt ist
- bald verschwinden muss.
Doch er lernt Benny kennen, der mit der Zeit sein Freund wird. Karlsson
kann zwar nicht mehr fliegen, aber er kann Menschen immer noch zum
lachen bringen. Das Stück steckt voller Erlebnisse. Es lohnt sich
auf jeden Fall, dafür ins KRESCH-Theater
zu gehen!"
(Im Foto rechts: der Regisseur
von "Karlsson", Franz Mestre)
Timon, Pascal
und Adrian: "Wenn man älter wird, werden die meisten
Menschen trauriger und vergessen ihre Kindheit. Sie verlernen, was sie
früher einmal konnten. Karlsson z.B. konnte früher einmal
fliegen. Jetzt kann er es nicht mehr, denn sein Körper macht es
nicht mehr mit. Einmal versucht er es wieder und bricht sich dabei
prompt ein Bein. Kinder können dabei helfen, alte Leute an ihr
früheres Leben zu erinnern, sie wieder zum lachen zu bringen.
Das Theaterstück war genial, weil es sowohl lustig als auch
traurig ist. Es war z.B. lustig, Karlssons heftigen Sprüchen
zuzuhören. Außerdem las er Bücher verkehrt herum.
Traurig fanden wir, dass er das Buch von Astrid Lindgren, das
von ihm selber handelt, zerriss, so als würde es ihn danach gar
nicht mehr geben. Einmal sagt er: Schlimm
ist es zu verschwinden. Das
Stück war fantastisch!"
Justin und
Julian: "Alte Menschen konnten früher mal eine ganze Menge,
z.B. gut Fußball spielen, Skateboard fahren, gut aussehen - aber
wenn sie alt werden, dann verlieren sie viele ihrer Fähigkeiten.
Karlsson, der früher einmal Astrid Lindgrens Karlsson vom Dach war, wohnt jetzt
im Altersheim, wo er dazu gezwungen wird, jeden Tag sein Bett zu
machen. Manchmal darf er noch nicht mal alleine nach draußen.
Alte Menschen sind oft alleine und können vieles gar nicht mehr
alleine machen. Das Stück Karlsson
fliegt nicht mehr warsehr
berührend. Karlsson ist sehr traurig. Aber dann kommt Benny.
Zuerst mag Karlsson ihn nicht. Aber mit der Zeit werden der alte
Karlsson und der junge Benny Freunde. Das führt dazu, dass
Karlsson am Ende sogar wieder fliegen kann."
Nataliya,
Nathalie und Michelle: "Alte Leute können vielleicht nicht
mehr alles machen, was sie früher einmal konnten. Aber auch alte
Leute können noch lustig sein. So wie der alte Karlsson. Karlsson fliegt nicht mehr ist ein
Stück über das älter werden. Wir haben daraus gelernt,
dass auch alte Menschen im Herzen immer noch dieselben sind. Das
Stück hat uns sehr gefallen, weil es von alten Menschen handelt,
mit denen man noch viel Spaß haben kann, obwohl sie nicht mehr
jung sind."
Meyra, Jasmin
und Aileen: "Wir haben aus dem Stück gelernt, dass der alte
Karlsson nicht mehr alles kann - er hat das Fliegen verlernt und er
kann auch keine Dampfmaschinen mehr zerstören. Aber er kann immer
noch super reimen und - weil er alt ist - weiß er ganz viel
über das Leben. Karlsson ist ganz alleine, lernt aber den
Schuljungen Benny kennen, der viel Zeit mit ihm verbringt. Benny kann
ganz viel von Karlsson lernen, z.B. von seinen Reisen und wie man
fliegen kann. Am Ende fliegen die beiden zusammen."
Hussein und
Tobias: "Auf die Bühne kommt ein alter Mann mit einer
Plastiktüte und setzt sich auf eine Bank. Es ist der alte
Karlsson, der das Fliegen verlernt hat und nicht mehr dieselben
Gefühle hat wie als Junge. Karlsson lernt den jungen Benny kennen,
der mit seiner Kamera alles Mögliche heran zoomt, z.B. wie
Karlsson die Latten seiner Parkbank zählt. Benny wird der einzige
Freund in Karlssons Leben. Er erinnert ihn an seinen kleinen Bruder
Lillebror, der nicht mehr da ist. Zusammen schaffen es Benny und
Karlsson zu fliegen: und zwar über die Dächer von Krefeld."
Elisabeth
(5d) mit dem Autor von "Karlsson", René Linke
Kevin
über den Autor des Stückes, René Linke, der die 5d in
der Schule besuchte: "Herr Linke ist sehr nett. Außerdem
halte ich ihn für sehr klug. Sein Theaterstück Karlsson fliegt nicht mehr ist bei
meinen Mitschülern sehr gut angekommen. [Kevin konnte es wegen einer Erkältung
leider nicht sehen.] Die Erzählungen von dem Stück
waren traurig und lustig. Toll fand ich z.B. Karlssons Satz: Es kommt d'rauf an, wohin die Wurst beim
Kacken fliegt. Herr Linke hat mit uns in der Klasse ein kleines
Theaterstück über Pippi Langstrumpf einstudiert. Es war auch
ein klasse Stück. Ich war der Vorhang - und ich glaube, ich habe
meine Rolle ziemlich gut gespielt. Herr Linke war begeistert."
René
Linke nach seinem Besuch in der KTG zu KTGInfo:
"Ich habe in der KTG schon viele Projekte mit Frau Scheller
verwirklicht. Die KTG ist ein Vorbild an Offenheit und
Experimentiertfreudigkeit. Für Theaterleute wie mich ist sie eine
echte Modellschule!"
KTGinfo ernennt Hernn Linke hiermit zur weltweiten Nummer 2 der Dampfmaschinenzerstörer
- die Nummer 1 bleibt natürlich Karlsson...
5d schafft
Sensation: Stadtrat sagt ja zu Querungshilfe
Ungefähr so sieht die
Querungshilfe aus, die demnächst am Nauenweg gebaut wird
KTG,
29.10.2008. 5d gelingt Sensation: Innerhalb von knapp sechs Wochen
genehmigt der Stadtrat den Bau einer "Querungshilfe" am Nauenweg!
Am
Dienstag Abend entschied der Bauausschuss des Krefelder Stadtrates,
dass am Nauenweg - auf Höhe des Bahnübergangs - eine
sogenannte
"Querungshilfe" für Fußgänger und Radfahrer gebaut
wird. Damit wird in
Rekordzeit wahr, worum die Klasse 5d die Krefelder Parteien in einer
e-Mail gebeten hatte (KTGInfo berichtete). Die Schüler waren der
Meinung, dass sich an
dieser lebensgefährlichen Stelle, an der täglich Hunderte
KTG-Kids den
Nauenweg in Richtung Schule überqueren, dringend etwas ändern
muss. Das
Foto oben (Westparkstraße, in der Nähe der Rheinlandhalle)
zeigt, wie
es demnächst auch am Nauenweg aussehen könnte. Glückwunsch an die 5d!
Möglich wurde dieser schnelle Erfolg, weil die Partei "Krefelder
Kreis" (KK) sofort auf die Mail der 5d reagierte, sich die
Gefahrenstelle ansah und einen Antrag formulierte, über den
letzten Dienstag abgestimmt wurde.
In Gegenwart von sieben Vertretern der Klasse 5d wurde nur kurz
über den Antrag diskutiert. Dann war die Sache klar: Einstimmig waren alle Mitglieder des
Bausschusses für den Bau der Querungshilfe. Dafür stehen
jetzt bis zu 15.000 Euro zur Verfügung! Nicht schlecht!
KTGInfo hat O-Töne zur
Entscheidung des Stadtrates gesammelt:
Michelle (7b) und Verena (9a): „Es hätte schon viel früher
etwas geschehen sollen! Diese Endscheidung ist sinnvoll, denn viele
Schüler überqueren den Nauenweg mit einem hohen Risiko!"
Nathalie (5d): "Ich finde,
dass zu der Nauenweg-Sache recht schnell eine Endscheidung getroffen
wurde. Ich fand, dass es eine gute Idee war. Sonst wäre vielleicht
irgendwann ein schlimmer Unfall passiert. Soweit wollten wir es nicht
kommen lassen. Vorgestern waren sogar einige von uns bei der
Entscheidung des Bauausschusses dabei."
Anna (5d):
"Die Klasse 5d hat es tatsächlich geschafft, dass am Nauenweg
etwas gemacht wird. Und zwar wurde beschlossen, dass eine Verkehrsinsel
gebaut wird und dass die Straße schmaler wird. Die Schüler
der KTG haben künftig einen besseren Schulweg. Herr Weinhold, der
Klassenlehrer der 5d, freut sich, dass wir als Klasse so einen Erfolg
geschafft haben und jetzt sogar schon ein paarmal in der Zeitung
gestanden haben."
Hussein und Timon (5d):
"Wir sind aus der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule. Wir sind mit dem Thema
Nauenweg beschäftigt, übrigens arbeiten wir auch für die
Schülerzeitung KTGInfo. Wir sind schon oft am Nauenweg gewesen,
wir haben getestet, ob die Autofahrer anhalten. Aber da kann man lange
warten. Damit haben wir den Leuten gezeigt, dass der Nauenweg
gefährlich ist. Wir haben einen Antrag gestellt, sodass am
Nauenweg etwas verändert wird. Wir haben nicht sehr lange warten
müssen. Wir haben auch mit dem Oberbürgermeister gesprochen.
Das ist ein super Gefühl, dass man etwas verändern kann!"
Tobias und Pascal
(beide 5d):
"Wir wollen über den Nauenweg berichten! Dienstag war die
Bauausschusssitzung, da haben wir den Stadtrat besucht. Wir haben alle
Stimmen bekommen. Der Stadtrat hat gesagt: Der Antrag wird so schnell
wie möglich umgesetzt, d.h. dass der Überweg so schnell wie
möglich gebaut wird..
Alle, die da waren, können es bezeugen."
Moussa aus der 5d:
Am Dienstagabend hat der Stadtrat beschlossen, dass am Nauenweg eine
"Querungshilfe“ gebaut wird. Hier meine Meinung: Ich finde die
Entscheidung sinnvoll, weil der Nauenweg eine sehr
gefährliche Stelle ist und man beim Überqueren ein hohes
Risiko eingeht!“
Sabrina aus der 6b
trainiert für die Kopfball-WM 2009 in Grønland
KTG,
23.10.2008. Eine ganz normale Vertretungsstunde
in der 6b. Der vertretende Lehrer kommt nach der Pause zur
Tür herein und traut seinen Augen nicht. Vor ihm läuft ein
zierliches Mädchen quer durch die Klasse und köpft dabei
mühelos einen Fußball vor sich her. Und sogar noch, nachdem
sie sich an ihren Platz gesetzt hat, hört sie nicht damit auf,
technisch perfekte Kopfbälle zu produzieren.
Was der Vertretungslehrer nicht weiß: Sabrina (Foto) ist ein Supertalent,
das in Damenfußballkreisen längst als angehende Fußball-Göttin
gilt. Ihre besondere
Spezialität: Kopfbälle. Sabrina kann es beim
Köpfen locker mit sämtlichen Bundesliga-Profis aufnehmen.
Sabrinas Trainer, Hansi W. vom CSV Marathon, im Interview mit KTGInfo:
„Schon in der F-Jugend hat es Sabrina im Training mal auf 800
Kopfbälle an einem Stück gebracht. Und wenn danach nicht
Trainigsschluss gewesen wäre, hätte sie wahrscheinlich damals
schon die Tausend voll gemacht.“
Wem die Zahl unglaublich vorkommt, muss es mit eigenen Augen gesehen
haben: dank ihrer auf Tempo und Präzision angelegten Technik
bringt es Sabrina auf rund 60 Kopfbälle in einer Minute - pro Sekunde also einer.
Sabrina kennt momentan nur ein Ziel: Die Kopfball-WM 2009 in Nuuk/Grønland.
Dort kämpfen im nächsten Juni die weltbesten
Kopfball-Experten um den Weltmeistertitel in dieser wenig bekannten
Disziplin.
Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Die besten Kopfballer
schaffen um die 2500 Bälle in 30 Minuten! Allerdings bei den
Senioren... Sabrina kann nächstes Jahr noch in der
JuniorInnen-Klasse antreten - und da steht der Rekord momentan bei
1.200 Bällen. Sabrina: "Das kann
ich schaffen. Im Training lag ich sogar schon ein paarmal darüber!"
Das einzige, wovor sie sich ein wenig fürchtet, sind die eisigen
Temperaturen in Grønland.
Sabrina zu KTGInfo: "Die haben da auch im Juni noch um die 4°
Celsius. Das ist für uns deutsche Kopfballer sehr ungewohnt."
Deshalb absolviert sie ihre Trainingseinheiten
im Krefelder Königspalast: "Da sind ungefähr dieselben
Temperaturen wie in Grønland.
Und ich darf einmal am Tag vor den KEV-Profis für eine Stunde
auf's Eis. Die sind übrigens total
nett und lassen mich auch mal ein bisschen länger machen,
wenn's gerade gut läuft."
KTGInfo drückt Sabrina sämtliche Daumen. Und bei der WM in
Nuuk sind wir natürlich mit einem Reporter-Team dabei!
KTGInfo, 16.10.2008. Ein auf
naturwissenschaftlichem Wege nicht zu
erklärendes Phänomen
hält seit Wochen Schüler und Lehrer der Klasse 8b in Atem.
Immer vor
der ersten Stunde und nach jeder Pause das gleiche Bild: der
Klassenschwamm (Foto) klebt an der Tafel - obwohl kein Klebstoff
zu erkennen ist. Der Schwamm scheint - allein durch die Kraft des
Wassers - an der Tafel zu haften. Aber damit nicht genug: Seit den
ersten Vorfällen achtet die Klasse 8b penibel darauf, dass alle, wirklich alle,
nach dem Klingeln den Klassenraum verlassen, sodass sich
in den Pausen niemand an der Tafel oder dem Schwamm zu schaffen machen
kann.
Trotzdem ist er nach dem Klingeln wieder da: mitten auf der Tafel, der
Schwerkraft auf unerklärliche Weise trotzend.
Nadine
aus der 8b hat Angst: "Anfangs fand ich das ja noch witzig und glaubte
an einen doofen Scherz von einem unserer Jungs in der Klasse. Aber
inzwischen ist mir die Sache total unheimlich." Daran kann auch der
Klassenlehrer, Herr Beck, nichts ändern. Beck im Gespräch mit
KTGInfo: "Ich habe bereits, unabhängig voneinander, zwei
Physikkollegen mit der Untersuchung des Phänomens beauftragt.
Ergebnislos. Auch der Chemiekollege, Herr V., hat den Schwamm
analysiert und keinerlei Klebstoffe
ermitteln können. Als Lateinlehrer stehe ich vor einem
Rätsel."
Noch schlimmer geht es Steven (8b): "Ich habe inzwischen
Albträume. Nachts wache ich schweißgebadet auf und habe
Angst, dass ich von dem Schwamm
weggewischt werde - so wie der letzte Tafelanschrieb unseres
Englisch-Lehrers. Wenn das so weiter geht mit dem Schwamm, wollen mich
meine Eltern nicht mehr zur Schule schicken!"
KTGInfo wird natürlich d'ranbleiben. Nach unbestätigten
Angaben aus Lehrerkreisen hat die Schulleitung Kontakt mit einem Exorzisten
aufgenommen, nachdem der Schwamm obszöne Laute von sich gegeben
hat. Sollte sich dies bestätigen, bemühen wir uns umgehend um
ein Interview - mit dem Exorzisten und natürlich mit dem Schwamm.
Herr Küsters (links) und
Herr Lattrich vom "Krefelder Kreis", einer der fünf Parteien im
Krefelder Stadtrat
KTG,
25.09.2008. Unsere Story
über die lebensgefährliche Stelle am Nauenweg zeigt langsam
Wirkung. Als Reaktion darauf kamen gestern zwei Herren vom "Krefelder
Kreis" zu Besuch in die Redaktionssitzung: Herr Küsters (im Bild rechts)
und Herr Lattrich. Beide sind
Krefelder Politiker, die sich mit ihrer Partei für die Belange der
Stadt einsetzen. Herr Lattrich als Mitglied des Stadtrates, Herr
Küsters als Mitglied der Bezirksvertretung Süd. Mit beiden
haben wir uns die Verkehrsführung am Nauenweg genauer angesehen
und über Lösungen gesprochen. Herr Küsters und Herr Lattrich
haben uns fest zugesagt, dass sie die Angelegenheit in der
Bezirksvertretung Süd (das ist so eine Art Parlament für
unseren Südbezirk) und im Stadtrat unterstützen werden. Also:
die Sache nimmt jetzt konkrete Formen an. KTGInfo wird weiter
berichten...
Mit Herrn
Lattrich führten wir das nachfolgende Interview:
KTGInfo: Seit wann
sind Sie politisch aktiv?
Herr Lattrich: Seit über 37 Jahren. Ich habe direkt nach meinem
Chemie-Studium
damit angefangen. Damals bin ich in die FDP eingetreten. Aus der bin
ich dann aber vor einigen Jahren wieder ausgetreten. Mit Freunden habe
ich dann den Krefelder Kreis gegründet
Wie sind Sie
darauf gekommen Politiker zu werden?
Ich würde mich nicht als "Politiker" bezeichnen. Ich kümmere
mich um Dinge, die die Allgemeinheit betreffen. Z.B, finde ich wichtig,
wofür hier in Krefeld Geld ausgegeben wird. Ich finde wichtig,
dass es in einer Stadt gerecht und sozial zugeht.
Herr Küsters und Herr
Lattrich mit der Redaktion von KTGInfo
Was macht
Ihnen an der politischen Arbeit Spaß?
Den meisten Spaß macht es mir, wenn ich irgendetwas änern
kann, etwas, das mir wichtig ist. Als Mitglied der kleinsten Fraktion
(Partei) im
Krefelder Stadtrat ist das besonders schön, wenn man eigene
Vorstellungen durchsetzen kann.
Was finden Sie
an der Arbeit im Stadtrat doof?
Was mich oft ärgert ist die Sturheit anderer Politiker. Manchmal
sehen die eine Sache genauso wie - aber wenn es dann um die Abstimmung
geht, stimmen sie ganz anders ab. Denen geht es oft gar nicht um die
eigene Überzeugung, sondern darum, dass die eigene Partei eine
Mehrheit bekommt - egal, worum es geht.
Um welche
Themen kümmert sich der Stadtrat am häufigsten?
Das ist schwer zu sagen. Momentan ist z.B. die Gestaltung des Ostwalls
ein ganz häufiges Thema. Das ist immer davon abhängig, wo
gerade die großen Probleme liegen. Und das wechselt - die Themen
sind also immer sehr verschieden.
Kümmert
sich der Stadtrat auch um die Krefelder Schulen?
Aber sicher. Es gibt einen Schulausschauss im Stadtrat, der für
alle schulischen Belange zuständig ist, und einen Bauausschuss,
der für alle Reparaturarbeiten in den Schulen zuständig ist.
Da die Schulen der Stadt gehören, wird alles Wichtige, das die
Schulen betrifft, z.B. der Bau einer Aula für Eure Schule, im
Stadtrat abgestimmt und beschlossen.
Ab welchem
Alter kann man Mitglied im Stadtrat werden?
Ab 18 Jahren. Wählen kann man bei Kommunalwahlen, also Wahlen
für den Stadtrat, schon ab 16.
Wie wird man
Mitglied im Stadtrat?
Ganz einfach. Man lässt sich von einer Partei als Kandidat
aufstellen und wenn die Partei dei den Kommunalwahlen genügend
Stimmen bekommt, zieht man
in den Stadtrat ein. Man kann aber auch in den Stadtrat einziehen, ohne
dass man einer Partei angehört. Dann tritt man als sogenannter
"Einzelkandidat" an. In Krefeld hat es schon einmal einen solchen
Einzelkandidaten gegeben: Herr Dönert.
Braucht man
eine bestimmte Ausbildung um in den Stadtrat zu kommen?
Nein. Das kann jeder, der Krefelder Bürger ist - egal welchen
Schulabschluss oder welchen Beruf er hat.
Herr Lattrich, wir
danken Ihnen für dieses Gespräch!
Lebensgefahr am Nauenweg.
Elisabeth M. (5d) versucht den Radweg zur
Schule (roter Pfeil) zu erreichen.
KTG, 18.09.2008. Was
Ihr hier in dem Foto seht, ist eine der gefährlichsten und
nervigsten
Stellen im Krefelder Straßenverkehr. Es handelt sich um den Nauenweg,
und zwar direkt an dem Bahnübergang zwischen ALDI und der
Großbäckerei
SOMMER. Jeden Morgen und jeden Nachmittag fahren an dieser Stelle zig KTG-Schüler über den
Nauenweg, um auf den Radweg zur Schule (roter Pfeil) zu gelangen. Das Problem
dabei: Es gibt weder eine Fußgängerampel, noch einen
Zebrastreifen,
noch irgendein Verkehrsschild, welches die Autofahrer dazu zwingt,
langsamer zu fahren. Die Folge:
man muss oft Minuten lang warten oder aber man begibt sich in
Lebensgefahr, wenn man die Straße überquert. Das muss sich ändern!
Der
Bahnübergang am Nauenweg
Die KTGInfo-Redaktion hat die Stelle einen Nachmittag lang beobachtet
und kommt zu einem schockierenden Ergebnis: wenn sich an der
Verkehrsführung nichts ändert, wird irgendwann ein schwerer Unfall passieren. Dann
wird sich vermutlich ganz schnell etwas ändern. Aber muss es erst
soweit kommen?
Sicher, die Radfahrer, die aus Richtung ALDI zur Schule wollen,
könnten auch bis zur nächsten Kreuzung weiter fahren, dort
auf eine grüne Ampel warten und gefahrlos in die
Alte-Gladbacher-Straße einbiegen. Das wäre der sichere Weg.
Den nimmt aber keiner, weil er ein Umweg ist und Zeit kostet, vor allem
dann, wenn man spät d'ran ist. Schüler, die diesen Umweg dem
Sicherheitsrisiko am Bahnübergang vorziehen, sind nach
KTGInfo-Recherchen seltene Ausnahmen.
Gefährliches
Spiel: Die KTGInfo-Redakteurinnen Elisabeth und Anna (5d) bei dem
vergeblichen Versuch den Nauenweg zu überqueren. Im Hintergrund:
der Radweg
zur Schule.
Die
meisten Fußgänger und Radfahrer lassen sich auf das gefährliche Spiel ein, warten
entweder quälend lange Minuten auf eine Lücke im Auto-Verkehr
oder hoffen darauf, dass ein Autofahrer mal anhält - was die Sache
erst recht brenzlig werden lässt, da der Gegenverkehr vielleicht
einfach weiter fährt. Und das oft mit überhöhter Geschwindigkeit.
Bei den Recherchen zu dieser haarsträubenden Story stieß die
Redaktion auf Frau Reuter
(Foto unten), eine Anwohnerin unserer Schule. Sie und ihr Enkelkind Sergio wollten an derselben Stelle
den Nauenweg überqueren um zum Spielplatz hinter den
Hochhäusern zu gelangen. Frau Reuter im Interview mit KTGInfo:
"Das ist eine furchtbar gefährliche Stelle. Die Autos sind oft
viel zu schnell und ich warte seit Jahren darauf, dass hier mal 'was
Schlimmes passiert." Frau Reuter sieht hier nur einen Ausweg: "Die Stadt muss dringend etwas
unternehmen!"
Frau Reuter mit Enkelkind
Sergio
Die Redaktion schließt sich der Forderung an. Hier
gehört eine Fußgängerampel hin. Oder ein Zebrastreifen
mit einer Warnblink-Anlage. Mindestens aber ein Tempo-30-Schild, dass
die Autofahrer zu langsamem Fahren an dieser gefährlichen Stelle
zwingt.
Es wäre klasse, wenn nicht erst ein schwerer Unfall passieren
müsste...
Lange
ausschlafen, Chillen und Soft Drinks auf der House Party - Krefeld am
Wochenende
Was macht eigentlich der typische Krefelder am Wochende, wenn er bzw.
sie so um die 15 ist und eine Woche KTG hinter sich gebracht hat?
Für Miriam, David, Kristina und Eduard (alle 9b) steht fest:
erstmal lange ausschlafen. David: "Sobald ich am Freitag Abend im Bett
bin, falle ich in ein tiefes Koma. Vor Samstag Nachmittag geht dann
gar nichts mehr."
Miriam,
Eduard, Kristina und David aus der 9b (wollen anonym bleiben)
"Wie lange tatsächlich geschlafen wird, hängt allerdings
stark davon ab, wie lange ich draußen bin", gibt Miriam zu
bedenken. Und das kann spät werden. Alle vier erzählen
gegenüber KTGInfo, dass sie Freitag und Samstag normalerweise
nicht vor 23.00 Uhr zu Hause sind. Und manchmal wird es auch 1 Uhr
morgens - je nachdem, wie genau es die
Eltern wissen wollen oder ob die überhaupt zu Hause sind. "Am
besten ist natürlich sturmfrei", wissen alle aus Erfahrung.
Wenn sie ans nächste Wochenende denkt, freut sich Miriam am
meisten auf das Klingeln nach der letzten Stunde an der KTG. "Dann
bricht bei mir innerlich das Gefühl totaler Freiheit aus. Meistens
treffe ich mich dann mit Freunden im Forstwald und wir hängen
einfach nur ab."
David ist Sportler; er freut sich am Wochenende am meisten auf seine
Work Outs bei McFit. Ein bisschen was davon kann man durchaus sehen,
wenn man sich Davids Oberarme genauer anschaut.
Kristina ist vor allem scharf auf solche Wochenenden, an denen zu Hause
sturmfrei ist. Dann kann´s spät werden und es sind keine
Eltern da, die entweder zu neugierig sind oder zu pingelig auf die
Einhaltung lästiger Regeln achten.
Eduard sieht seine Wochenenden mit jamaikanischer Gelassenheit. Zu
seinem sonnengebräunten Taint, der - angeblich - nichts mit den
Krefelder Sonnenstudios zu tun hat, passt, dass es für ihn
zwischen Freitag und Sonntag vor allem um eins geht: Chillen, Shisha
rauchen und mit Kumpels abhängen.
Alkohol und
Drogen?
Klar, auch Alkohol und Drogen sind am
Wochenende ein Thema. Die Vier aus der 9b lassen´s eher langsam
angehen, auch wenn alle zugeben, dass sie sich hin und wieder mehr
genehmigen als erlaubt ist. Für Eduard gehört am Wochenende
Alkohol zum Feiern einfach dazu. "Aber nicht bis zum Kotzen - da
hört der Spaß für mich auf!"
"Ich fahr' Roller", sagt David. "Da kommt mehr als ein Bier für
mich eh nicht in Frage." Und Kristina weiß, dass es auch mal ohne
Alkohol geht, wenn man gut d'rauf kommen will. "Ich versuche auf jeden
Fall, nie zu übertreiben. Dann wird's nämlich voll peinlich."
Die meisten bleiben bei Mix-Getränken, wenn sie Alkohol trinken.
Harte Sachen kommen zwar vor, "aber das beschränkt sich meistens
auf ein oder zwei Flaschen Vodka, die man mit der Clique teilt", so
Eduard zu KTGInfo.
Auf die Frage, woher die harten Sachen eigentlich kommen, gibt es von
allen die gleiche Antwort. "Irgendein Kiosk halt." Obwohl
Kiosk-Besitzer an Jugendlich eigentlich keinem Schnaps verkaufen
dürfen, scheint jeder der Vier einen zu kennen, der die Sache
nicht so eng sieht. "Außerdem hat man ältere Freunde, die
einem bei Bedarf 'was besorgen", gibt Miriam zu Protokoll.
Beim Thema Drogen herrscht bei allen Vier Einigkeit: "Irgendwelches
Zeug rauchen oder Pillen schlucken ist zu gefährlich. Darauf
lässt sich keiner von uns ein," sagt David mit Überzeugung.
Aber Angebote gäbe es durchaus genug. Und nicht nur am Wochenende.
"Gras wird überall geraucht. Auf allen Krefelder Schulhöfen
kommt das vor", sagen die vier KTGler. "Und wer sich 'was besorgen
will, der findet auch jemandem, der ihm 'was vertickt.
Und die Lehrer? "Die kriegen das normalerweise nicht mit", sagt
Kristina. "Oder sie wollen es nicht mitkriegen, weil es Ärger und
Arbeit bedeuten würde", ergänzt ihre Schwester. Dass auf dem
Schulgelände Zeug verkauft wird, halten beide jedoch für
sehr unwahrscheinlich. "Viel zu gefährlich", meinen sie. "Da
gibt's Orte, die sicherer sind."
Krefeld am Wochenende - offenbar eine fremde Welt, von der viele
Erwachsene
längst nicht alles wissen.
Schützt
Wassermelonen und Radfahrer: Lebensretter Fahrradhelm
Die neuen Fünfer an der KTG hatten diese Woche Besuch von der
Polizei. Es hatte zwar keiner irgendetwas verbrochen, aber Herr
Rönsch und Herr Bott hatten trotzdem einen guten Grund vorbei zu
kommen. Die beiden Krefelder Polizisten erzählten davon, was
passieren kann, wenn man beim Radfahren ohne Helm stürzt oder in
einen Unfall gerät. Die Fünfer sahen z.B. Fotos von
zerplatzten Windschutzscheiben, auf die ein Radfahrer mit dem Kopf
aufgeschlagen war. „Ein Kopf kann wie eine Wassermelone zerplatzen,
wenn er mit Wucht irgendwo aufschlägt“, so der Polizist Bott. Da
hilft nur eins: „Einen Fahrradhelm tragen! Und zwar immer“ Der sieht
cool aus und kann schnell zum Lebensretter werden.
Herr Bott von
der Krefelder Polizei
Herr Rönsch und Herr Bott können das mit an einem einfachen
Test vorführen. Moussa aus Herrn Weinholds 5d soll mit einem
Besenstiel auf einen Fahrradhelm schlagen – und zwar so fest wie er
kann. Moussa gibt sich größte Mühe, prügelt
mehrfach auf den Helm ein. Aber so fest er auch zuschlägt (Moussa
boxt in seiner Freizeit für einen Krefelder Boxverein...), er
schafft es nicht den Helm kaputt zu bekommen. Nach mehreren Versuchen
ist nur ein kleiner Riss an der Oberfläche zu sehen. Das Innere
des Helms (eine dicke Schicht aus Styropor) ist weiterhin völlig
in Ordnung. Der Besenstiehl hingegen ist beim sechsten Versuch in der
Mitte zerbrochen.
Moussa aus der
5d (Mitte) beim Helm-Check
Moussa im anschließenden Gespräch mit KTGinfo: „Wenn ich mir
vorstelle, ich hätte so meinem Klassenkameraden Justin auf den
Kopf geschlagen – ohne Helm wäre der jetzt tot!“ Justin (im Foto
rechts neben Moussa) stimmt zu: „Mit Helm hätte ich vielleicht ein
bisschen Kopfschmerzen; aber ohne Helm...“
Die 5d ist jedenfalls überzeugt. Kein Radfahren mehr ohne Helm.
Denn selbst bei niedrigen Geschwindigkeiten kann ein Sturz viel
schlimmer sein als Moussas Schläge mit dem Besenstiehl.
Robert und Justin (5d)
untersuchen einen Helm
Auch Herr Weinhold, begeisterter Radfahrer und bisher meist ohne Helm
unterwegs, hat sich überzeugen lassen. Weinhold: „Von jetzt an nur
noch mit Helm!“
KTG, 11.03.2008. Nachdem schon im
vergangenen Jahr eine kleine Abordnung der KTG eine Schiffsreise ins
englische York unternommen hatte, gingen am vergangenen Wochenende 25
OberstufenschülerInnen auf große Fahrt. Auf dem Programm
standen Abstecher nach Brügge, Amsterdam und natürlich ins
mittelalterliche York. Die Stimmung war trotz des etwas durchwachsenen
Wetters von Anfang bis Ende supergeil, sodass einige Teilnehmer bereits
ihre Teilnahme im nächsten Jahr angekündigt haben. Fotos:[Hier...]
SV
diskutiert leidenschaftlich: Schulkleidung an der KTG?
KTG, 08.02.2008. SV-Sitzung. In der
SV wird leidenschaftlich
über die Einführung von Schulkleidung an der KTG diskutiert.
Unter der Leitung von Herrn Leske
hat sich eine Arbeitsgruppe in den vergangenen Monaten intensiv mit dem
Thema auseinandergesetzt. Angebote wurden eingeholt und miteinander
verglichen. Entwürfe für die Schulkleidung wurden hergestellt
und diskutiert. Und vor allem ging es immer wieder um die entscheidende
Frage: Wollen wir das überhaupt?
In der SV-Sitzung stellte die
Arbeitsgruppe nun ihre Ergebnisse vor. Es kam eine lebhafte Diskussion
in Gang, bei der sich sowohl Gegner als auch Befürworter einer
einheitlichen Schulkleidung äußerten.
Die SV bedankt
sich ausdrücklich bei der Arbeitsgruppe! Die Jungs und
Mädels und natürlich Herr Leske waren suuuuuuuuuuuper
vorbeitet und hatten auf alle Fragen eine Antwort. So müsste SV-Arbeit immer laufen!!!
Klar
ist im Moment soviel:
Niemand wird zum Kauf
oder zum Tragen einer einheitlichen Schulkleidung gezwungen werden.
Es soll keine "steife",
an Uniformen erinnernde Schulkleidung sein, wie man sie z.B. aus
England kennt.
Die meisten
Befürworter waren für die Einführung einfacher
Polo-Shirts für den Sommer und Kapuzen-Shirts für den Winter.
Die Klamotten sollen mit
einem Symbol der Schule bestickt sein und nicht teurer sein als andere
Klamotten sein.
Es wird eine Abstimmung
geben, an der sich alle KTG-Schüler beteiligen können: und
zwar sowohl über die Einführung einer Schulkleidung als auch
darüber, wie sie aussehen soll.
KTGInfo wird in den
nächsten Wochen ein paar Modelle zeigen, über die dann
abgestimmt wird.
Leidenschaftliche
Diskussion
In allen Klassen wird bis nach
den Osterferien ein Stimmungsbild eingeholt. Wenn dieses Stimmungsbild
schon eine klare Mehrheit für eine Schulkleidung zeigt, ist die
Sache klar: dann reden wir nur noch darüber, wie die Kleidung
aussehen soll. (Mit Widerstand in der Schulpflegschaft oder in der
Schulkonferenz rechnen wir nicht...)
Argumente dafür:
...
und dagegen:
Und
die Mädels im nächsten Foto haben sich gemeldet als gefragt
wurde, wer bei der Vorbereitung eines Sommerfestes mitmachen will. Wir
werden sie beim Wort nehmen.